So bewahrst du Kryptos auf – Was ist ein Wallet?

So bewahrst du Kryptos auf – Was ist ein Wallet?

In Zusammenhang mit der digitalen Kryptowährung taucht natürlich die Frage auf, was ein Wallet ist. Irgendwo müssen Bitcoin und Co. ja aufbewahrt werden. Mit dem irgendwo allein ist es nicht getan, denn es muss ein sicherer Ort sein. Um diese Aufbewahrungsmöglichkeit zu verstehen, ist es wichtig, sich mit dem sogenannten Wallet zu beschäftigen.

Kryptowährung – wo wird sie aufbewahrt?

Um Kryptowährung sicher aufzubewahren, ist ein sogenanntes Wallet erforderlich. Doch was genau ist das?

Streng genommen ist das nichts anderes als eine Adresse. Um Bitcoins aufzubewahren, ist also eine Bitcoin-Adresse erforderlich. Im Prinzip kannst du diese Adresse mit einer Kontonummer bzw. IBAN vergleichen. Denn gibst du diese Bitcoin-Adresse einer Person, kann sie dir Bitcoin in dein Wallet schieben. Wie auch die IBAN, ist die Adresse eine einmalige Zeichenfolge. Nur eben länger!

Ist das Wallet ein Konto?

Wir hatten gesagt, dass das Wallt eine Adresse darstellt, die sich mit einer IBAN vergleichen lässt. Das stimmt insofern, dass diese Nummer einmalig ist und du darüber die Möglichkeit hast, Kryptowährung zu empfangen. Allerdings besteht ein deutlicher Unterschied zu einem Konto für unser Giralgeld: Die Bitcoins werden nicht in einem eigenen Konto gespeichert und sie werden auch nicht hin- und hergeschickt.

Damit sind wir wieder bei der Blockchain. Dort bleiben die Bitcoins nämlich. Dort liegen grundsätzlich alle Bitcoins. In der Blockchain wird auch abgespeichert, wer Zugriff auf welchen und wie viele Bitcoins hat. Um aber auf deinen speziellen Anteil zugreifen zu können, brauchst du zwei Schlüssel (Keys). Es ist also ein privater Schlüssel und ein öffentlicher Schlüssel notwendig.

Diese beiden Schlüssel werden in deinem Wallet gespeichert und sind sehr lang.

Der öffentliche Schlüssel ist praktisch die Adresse, an die ein Sender Bitcoins schicken kann. Die Empfangsadresse, welche in deinem Wallet gespeichert wird, wird über den öffentlichen Schlüssel generiert. Du kannst mehrere Empfangsadressen darin aufbewahren.

Du musst unbedingt beide Schlüssel kennen, um an deine Bitcoins zu kommen. Keine Schlüssel, keine Coins. Du solltest dir also die Schlüssel an einem sichern Ort aufbewahren.

Während du den öffentlichen Schlüssel als Empfangsadresse bedenkenlos herausgeben kannst, ist der private Schlüssel absolut TOP-Secret!

Diesen brauchst du nämlich, um an dein Wallet zu gelangen und deine Bitcoins zu versenden. Deswegen solltest du dein Wallet mit einem Backup-Schlüssel absichern.

Backup-Schlüssel – Was ist eine Seed-Phrase?

Die Seed-Phrase ist sehr wichtig. Es handelt sich dabei um einen Backup-Schlüssel. Diesen benötigst du dann, wenn du deinen privaten Schlüssel einmal vergessen solltest. Mit dem Backup-Schlüssel bekommst du wieder Zugriff auf dein Wallet.

Bei der Einrichtung deines Wallets musst du zusätzlich eine Seed-Phrase erstellen. Diese wird natürlich aus dem privaten Schlüssel generiert. Dabei handelt es sich um eine Abfolge von Wörtern. Es können bis zu 24 Wörter zu einem Backup-Schlüssel kombiniert werden.

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Sei Vorsichtig und sichere diese Seed-Phrase gut. Schreibe Sie auf ein Blatt Papier auf und verwahre Sie sicher. Der Wallet-Betreiber hat später keine Möglichkeit dir zu helfen.

Welche Arten von Wallets gibt es?

Nachdem wir dir verraten haben, dass ein W. eine Speichermöglichkeit für die benötigten Schlüssel ist, möchten wir dir 8 Arten vorstellen.

Offline Wallet – Cold Wallet

Ein Cold Wallet hältst du offline, also ohne Internetverbindung. Die einfachste Variante haben wir dir schon für den Backup-Schlüssel vorgestellt. Schreibe deine Schlüssel auf ein Blatt Papier und bewahre es an einem sicheren Ort auf. Sinnvollerweise ist die Bezeichnung Paper-Wallet.

Demgegenüber steht das Hardware-Wallet. Mit diesem hast du ein kleines Gerät, welches ebenfalls ohne Internet auskommt und lediglich dazu dient, deine Schlüssel aufzubewahren und dir im Bedarfsfall anzuzeigen. Zu diesem Gerät bekommst du eine PIN, so dass du deine Bitcoin-Transaktionen freigeben kannst. Bekannte Hersteller sind Ledger, Trezor oder KeepKey.

Hardware-Wallets

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Online-Wallet – Hot Wallet

Zu den Hot Wallets gehören Web-, Desktop- und Mobile-Wallets. An den Namen erkennst du bereits, dass es sich um „Online-Tresore“ handelt, so dass du ständig mit dem Internet verbunden bist.

Das Web-Wallet liegt bei einem Anbieter, welche die Daten für dich speichert.

Mit einem Multi-Signature-Wallet („Multisig-W.“) kannst du mehr als zwei Schlüssel verwalten. Diese Schlüssel werden auf mehrere Personen aufgeteilt, so dass eine einzelne Person nicht auf die Coins zugreifen kann.

Das Desktop-Wallet lädst du dir auf deinen Rechner herunter. Demzufolge befindet sich das Wallet nur auf deinem Rechner, so dass du dich nicht zwangsweise mit dem Internet verbinden musst. Allerdings solltest du bedenken, dass dein Computer in der Regel mit dem Internet verbunden ist. Sichere ihn also gut ab.

Die Desktopvariante kannst du als „Full Node“ oder als „Light Client“ herunterladen. Mit dem „Full Node“ hast du Zugriff auf die Blockchain-Daten. Dafür benötigst du allerdings jede Menge Gigabytes an Speicherplatz. Aus diesem Grund werden die meisten Desktop-Wallets als „Light Clients“ – Simplified Payment Verification (SPV)-Wallets installiert.

Damit sparst du dir jede Menge Daten und brauchst dir nicht die gesamte Blockchain herunterladen. Der Light Client synchronisiert sich stattdessen mit der Blockchaine.

Im Gegensatz zur Desktopversion, wird das Mobile-Wallet auf dem Mobiltelefon installiert. Das bedeutet aber gleichzeitig, dass dein privater Schlüssel auf deinem Mobiltelefon abgespeichert wird. Verlierst du es, ist es fort! Die Sicherheit ist also nicht ganz so besonders hoch, wie eine andere Variante. Dennoch ist das Mobile-Wallet recht praktisch. Über das Scannen eines QR-Codes kannst du im Handumdrehen Bitcoin-Transaktionen durchführen.

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